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Rennbericht


Silberstreif am Horizont

Nach seinem Österreich Sieg ist Mika Hakkinen auch in Ungarn in voller Fahrt. Der Finne verblüfft mit einem in keiner Phase gefährdeten Start Ziel Sieg. Hinter ihm entbrennt ein erbitterter Zweikampf zwischen Schumacher und David Coulthard, doch der Schotte kann den Ferrari Star nicht bezwingen.

Rubens Barrichello komplettiert das Vierer-Kleeblatt vor Ralf Schumacher und Frentzen, der endlich wieder einmal in den Punkten landet. Alexander Wurz beendet das Rennen dort, wo er es begann: nämlich auf Rang 11.

Das Wetter entspricht den Erwartungen: Bei 37 Grad nehmen die meisten Fahrer Trinkflaschen mit ins Cockpit. Villeneuve probiert sogar eine Kühlmaske aus. Die Pole gehört diesmal Michael Schumacher, neben ihm David Coulthard.

Mika Hakkinen, das ganze Wochenende mit der Balance seines Silberpfeils unzufrieden, sehen wir in der zweiten Startreihe, so wie sensationellerweise Ralf Schumacher im BMW-Williams.Startplatz fünf und sechs gingen an Barrichello und Frentzen. Alex Wurz an 11. Stelle kann nur auf ein Wunder und viele Ausfälle hoffen.

Leichte Nervosität liegt in der Luft. Nach den Startkollisionen der letzten Rennen erwartet man auf dem engen Hungaroring nichts anderes. Doch wie so oft finden angekündigte Katastrophen nicht statt.

Die Ampeln verlöschen, Schumi kommt so la la weg, Coulthard miserabel. Doch was ist das? Hakkinen zieht voll nach vorn, schiebt sich an Teamkollegen Coulthard vorbei, zieht nach innen, überholt Schumacher in der ersten Kurve und hat die Führung im GP von Ungarn übernommen.

Man sieht förmlich, wie Schumacher fassungslos das Gaspedal durchtritt. Aber alles hilft nichts, die Pole - auf dem extrem engen Kurs ein starker Vorteil - ist vergeigt.

Und Mika Hakkinen macht seinem Spitznamen "The flying finn" alle Ehre: nach vier Runden Vorsprung von 1,263, nach 13 Runden bereits 5 Sekunden.Während Hakkinen im Qualifying noch über Balancetroubles klagte, liegt der Silberpfeil im Renntrimm hervorragend.

Für Giancarlo Fisichella ist mit Startplatz sieben alles offen, doch der Italiener dreht sich nach acht Runden von der Strecke, reiht sich danach als chancenloser 14. wieder ein. Darüber jedoch Tränen zu vergießen, wäre zu früh, der Italiener scheidet nach drei Boxenstops mit technischen Problemen aus.

Für Alain Prost bringt auch dieses Rennen nur Kummer und Sorgen. Alesi muss nach rund 10 Runden in die Box und reiht sich als Letzter für eine weitere Runde wieder ins Geschehen ein.

Nick Heidfeld schafft"s immerhin bis zum ersten Boxenstop. Dort stirbt dem jungen Deutschen der Motor ab, die Crew versucht noch verzweifelt anzuschieben, doch der Prost-Bolide verhungert jämmerlich in der Boxengasse.

Gemeinsam mit Minardi ist Prost das einzige noch punktelose Team. Diese Tatsache wird es Alain Prost leicht machen, sich von seinem Team zu trennen, die Werberechte sind ja bereits verkauft.

Abgesehen vom spannenden Start glänzt das Rennen erwartungsgemäß nicht durch spannende Überholmanöver.

Auffallend ist die Standfestigkeit der Autos, das prognostizierte Ausfallsdebakel findet nicht statt. Die ersten Boxenstops bringen keine Änderung in der Wertung.

Spannend wird's beim zweiten Boxenstop von David Coulthard. Der Schotte wird in 6,6 Sekunden von seiner Crew abgefertigt und ist auf dem Weg zurück zur Strecke. Die bange Frage? Geht es sich aus? Kann er sich an Schumi, der von hinten naht, vorbeischieben? Nein, ganz, ganz knapp geht es sich nicht aus.

Fazit: Wäre der Schotte noch drei - vier Runden draußen geblieben, hätte ein paar Zehntel Zeit geschunden, dann hätte es zu Platz zwei gereicht, so leider nicht.

Um Mika Hakkinen braucht man sich nicht mehr kümmern. Der Doppel-Weltmeister dreht einsam seine Runden, wichtig ist es, die Konzentration zu behalten. Seinen zweiten Boxenstop finanziert er bereits locker aus seinem Zeitpolster und bleibt die Nummer 1 beim heißen Rennen in der Puszta.

Ralf Schumacher, Sensationsvierter im Qualifying, muss alle Hoffnungen auf einen Podestplatz bald begraben, zu stark ist die Übermacht der Silbernen und Roten. Rang fünf im Finish ist jedoch mehr als ursprünglich erwartet.

Tapfer kämpfen Eddie Irvine, Jenson Button, Jarno Trulli und Mika Salo um die Ränge 7 - 10. Alex Wurz gelingt der große Durchbruch nicht. Der Österreicher pendelt das ganze Rennen zwischen Platz 10 und 11 hin und her.

Weniger Runden vor Schluss ist an der Spitze alles entschieden, Mika Hakkinen fährt ein einsames Rennen, dahinter Michael Schumacher mit schlussendlich 7,9 Sekunden Rückstand, attackiert, aber nicht gefährdet von David Coulthard.Barrichello erfüllt sein Minimum und kurvt auf Rang vier herum.

Bilanz des Rennes: Während sich Mika Hakkinen über seinen dritten Saisonsieg einen Hax"n ausfreut, stellt Schumacher seinen Boliden stinksauer im Parc Fermé als Nummer zwei ab.

Diesmal kam er nach drei Ausfällen en suite zwar ins Ziel und in die Punkte, aber die WM-Führung ist vorerst futsch. Kleiner Trost: die kommende Strecke in Belgien zählt zu Schumi"s Lieblingsstrecken.

Mika Hakkinen dürfte aus seinem kleinen Formtief wieder aufgetaucht sein. Der Finne ist mental stark wie immer und drauf und dran in der Finalphase dieser WM seine Titelverteidigung ernsthaft in Angriff zu nehmen.

Quelle: formel1.at


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