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 Ergebnisse 2001 Rennbericht

Rennbericht


Michael Schumacher zum vierten Mal

Der Ferrari Triumph ist perfekt: nach einem glanzvollen Rennwochenende krönte Michael Schumacher mit einem Sieg in Ungarn seine herausragende Saison mit seinem vierten Weltmeistertitel und seinem zweiten Titel für die Scuderia Ferrari. Der Deutsche hatte das Rennen von Beginn an bestimmt und gewann souverän vor seinem Teamkollegen Rubens Barrichello, der nicht nur den Ferrari Doppelsieg perfekt machte, sondern die Scuderia sicherte sich fünf Rennen vor Schluss den Konstrukteurstitel. David Coulthard beendete das Rennen auf dem dritten Platz und zeigte sich bei den Siegerehrung verständlicherweise enttäuscht über die verlorengegangene WM.

Vor dem Rennen sorgte Michael Schumacher gleich für Aufregung. Als er die Box um 13 Uhr 43 verließ, um auf die Startaufstellung zu fahren, hatte Schumacher in der Schikane einen kleinen Fahrfehler begangen und war kurz neben der Piste. Doch die viele Aufregung erwies sich als unbegründet, denn der F2001 blieb intakt und im anschließenden RTL Interview kommentierte Schumacher den Ausritt scherzhaft mit den Worten "Ich wollte eine andere Linie ausprobieren".

Der Start bei sonnigen 31 Grad Celsius verlief ganz nach dem Geschmack von Ferrari. Schumacher behielt die Führung und Rubens Barrichello schob sich nach einem sehr guten Start auf den zweiten Platz vor, womit die Ferrari Taktik gleich aufgegangen war.

Schon in der ersten Kurve war das Rennen für Eddie Irvine beendet, nachdem er Jordan Honda Pilot Jean Alesi ausgewichen war. Auch Tarso Marques leistete sich in der ersten Runde einen Ausritt in das Kiesbett.

Vorne setzte sich Michael Schumacher erwartungsgemäß ab, während Rubens Barrichello den drittplatzierten David Coulthard hinter sich hielt. Ralf Schumacher hatte seinen vierten Platz konserviert und konnte schnell Jarno Trulli und Mika Häkkinen um einige Sekunden hinter sich lassen.

Nach gerade einmal fünf gefahrenen Runden betrug der Vorsprung Michael Schumachers auf Rubens Barrichello gute zwei Sekunden und der viertplazierte Ralf Schumacher lag schon sage und schreibe 6,9 Sekunden hinter seinem Bruder. Dahinter fanden zahlreiche Duelle in der Kampfgruppe, die Jarno Trulli anführte, statt. Der Jordan Pilot wehrte sich mit all seinen Mitteln gegen einen deutlich schneller fahrenden Mika Häkkinen, der wiederum von Heidfeld, Montoya und Räikkönen gejagt wurde. Trotz einiger überholversuche schaffte es keiner der Fahrer seinen Vordermann zu passieren.

Zum Ende des ersten Renndrittels läuteten Frentzen, der einen sehr verhaltenen Start hingelegt und viele Positionen verloren hatte, Alonso und Fisichella die Boxenstopps ein.

In der 28. Runde war die Ferrari Crew zum ersten Mal gefordert. Michael Schumacher steuerte nach einer bis dato problemlosen Fahrt die erste Box an und wurde in guten 8,4 Sekunden abgefertigt. Als Dritter begab sich der Kerpener auf die Rennstrecke, eroberte die Führung aber vier Runden später, nachdem Barrichello und Coulthard ebenfalls zum Nachtanken und Reifenwechseln in die Box gefahren waren. Ein guter Coup gelang David Coulthard, der sich dank eines besseren Pit Stops an Barrichello vorbeischob und sich auf die Jagd nach Michael Schumacher begab, was Ross Brawn anschließend im RTL Interview als "ein wenig besorgniserregend" empfand.

Einen gewaltigen Stoss nach vorne gelang Kimi Räikkönen, der sich dank eines fr�hen Stopps von 9 auf Platz 6 vorschob, ganz im Gegensatz zu Jarno Trulli, dessen fünfter Platz nach einem unglücklichen Stopp verloren ging und sich der Italiener hinter Panis auf Rang 10 wiederfand.

Kurz vor Rennhälfte verlor Jenson Button in der Kurve vor Start/Ziel sein Heck, drehte sich, und blieb auf der Stelle stehen. für ihn was das Rennen gelaufen, genau wie für Fernando Alonso, der sich nach einem Dreher verabschiedete.

Vorne baute Michael Schumacher seine Führung kontinuierlich aus und auch David Coulthard konnte sich im weiteren Rennverlauf nicht von seinem ärgsten Verfolger Rubens Barrichello lösen. Platz 4 hielt weiterhin Ralf Schumacher inne, vor dem bis dato schnellsten Mann Mika Häkkinen (1:16.964) und Kimi Räikkönen auf 6.

Juan Montoya, im Feld kaum zu sehen, läutete in Runde 49 die zweite Boxenstoppserie ein und ließ an seinem BMW Williams gleich die Flügel etwas flacher einstellen. Nur unmittelbar später war Montoya nach einem spannenden Zweikampf mit Olivier Panis kurz neben der Piste, da sein Williams nach Start/Ziel auf der schmutzigeren Seite der Piste keinen Grip mehr hatte. Michael Schumacher gab schließlich in Runde 51 die Führung für eine Runde an Rubens Barrichello ab, als er die Ferrari Box ansteuerte und routinemäßig verließ.

für die Vorentscheidung sorgte die McLaren Boxencrew selbst. Nach einem verpatzten Boxenstopp begab sich David Coulthard nur noch als dritter auf die Strecke, woraufhin Rubens Barrichello seine Rolle als zweiter Ferrari Mann glänzend ausübte, keinen Fehler beging und den Schotten nicht vorbeiließ.

In der 55. Runde sah sich Jarno Trulli erneut gezwungen, seine Chancen auf WM Punkte zu begraben, als er nach einem technischen Defekt ausfiel. Honda Markenkollege Olivier Panis, der auf Rang 9 gelegen hatte, musste nur wenige Runden später sein Rennen beenden, begab sich kurz vor Schluss aber nochmal auf die Piste, bis er endgültig aufgab.

An der Spitze ließ Michael Schumacher rein gar nichts mehr anbrennen. Der WM Titel rückte von Runde zu Runde näher und Schumacher kontrollierte seinen Vorsprung von rund 7 Sekunden auf Rubens Barrichello, der David Coulthard keine Chance zum überholen ließ.

Kurz vor Rennende musste Mika Häkkinen aus bisher noch unerklärlichen Gründen ein drittes Mal in die Box, um kurz Sprit nachfüllen zu lassen, verlor dabei aber die Chance, Ralf Schumacher noch zu überholen.

Die letzten Runden standen dann ganz im Zeichen der Titelverteidigung Michael Schumachers. Der Kerpener ließ die verbleibenden Runden locker angehen und fuhr nach Ende der 77. Runde in Ungarn, vorbei an den jubelnden Fans, seinen vierten WM Titel ein und egalisierte gleichzeitig den Fabelweltrekord von Alain Prost, der zu seiner Zeit 51 Siege eingefahren hatte. Komplettiert hatte Rubens Barrichello den Ferrari Erfolg und sicherte sich Platz zwei vor einem enttäuschten David Coulthard, der trotzdem eine gute Saison gefahren ist und im nächsten Jahr wieder zu den Titelkandidaten zählen wird. Drei Zähler gehen an einen unauffälligen Ralf Schumacher, vor Mika Häkkinen und Nick Heidfeld, der einen Punkt für das Sauber Team ergatterte.

Quelle: f1welt.com


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