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 Ergebnisse 2002 Rennbericht

Rennbericht


Roter Doppelsieg in Ungarn

Das Ferrari-Team trug beim 17. Ungarn-GP einen nie gefährdeten Doppeltriumph souverän ins Ziel. Die zehn Punkte für den Sieg gingen auf das Konto von Rubens Barrichello.

Der Brasilianer verteidigte seine Pole-Position am Start ohne Probleme, führte Teamkollege Michael Schumacher und dessen Bruder Ralf (Williams) sowie Giancarlo Fisichella (Jordan), Felipe Massa (Sauber), Jenson Button (Renault) und den schlecht weggekommenen Juan Pablo Montoya (Williams) in dieser Reihenfolge in die erste Kurve.

In der Folge kam es zur erwarteten Prozession, weil der Hungaroring mit seinen vielen Kurven - auch als Monaco ohne Leitplanken bekannt - kaum Überholmanöver zulässt. Die einzige spektakuläre Attacke gelang Raikkonen in der Anfangsphase gegen Montoya. Letzterer beschädigte dabei sein Fahrzeug, musste an die Box kommen und spielte später keine Rolle mehr.

Aufregung gab es erstmals in der 20. Runde, als Jacques Villeneuve seinen BAR-Honda mit defekter Hydraulik abstellen musste. Ein paar Minuten später rollte auch Eddie Irvine (Jaguar-Cosworth) aus. Für die restlichen beiden Ausfälle sorgten Jenson Button, der seinen Renault nach einem Fahrfehler in den Sand setzte, und Newcomer Anthony Davidson (Minardi), ebenfalls nach Dreher.

An der Spitze ließen sich die Ferraris nicht beirren, drehten Runde um Runde und bauten den Vorsprung in der ersten Rennhälfte sukzessive aus. Sobald der drittplatzierte Ralf Schumacher um 20 Sekunden distanziert war, schaltete das rote Führungsduo einen Gang zurück und man trug den Triumph ungefährdet nach Hause. Auch die Stopps liefen problemlos.

Die völlig demolierte Konkurrenz führte das ganze Rennen hindurch Ralf Schumacher an. Eine realistische Chance, die Ferraris zu gefährden, bestand jedoch nie. Immerhin hielten die Michelin-Pneus bei Streckentemperaturen um die 30 Grad gut und so sicherte sich der Wahl-Österreicher unterm Strich vier wertvolle Zähler im Kampf um die Vizeweltmeisterschaft.

Mit einer strategischen Meisterleistung manövrierten sich die beiden McLaren-Mercedes-Piloten noch in die Punkte: Raikkonen erwischte einen guten Start und pushte von Anfang an, was kombiniert mit den spätesten Stopps im Feld eine rundum gelungene Performance ergab. Im Sog des Finnen wurde auch Coulthard zum Schluss durch die gelungene Taktik noch am Duo Fisichella/Massa vorbeigespült.

Über den Punkt für Rang sechs durfte sich Eddie Jordan mit Fisichella freuen, Massa (Sauber) ging leer aus, obwohl er bis zum zweiten Stopp Fünfter war. Bereits mit Rundenrückstand komplettierten Trulli (Renault), Heidfeld (Sauber) und Sato (Jordan) die Top-Ten, gefolgt von den glück- und farblos agierenden Montoya (Williams) und Panis (BAR).

Zu einer der spannendsten Szenen des Nachmittags kam es in der Boxengasse, als die Crews von Salo (Toyota) und de la Rosa (Jaguar) untereinander den 13. Platz ausfighteten. De la Rosa hatte die kürzere Standzeit, doch Salo blieb hart, provozierte beinahe eine Kollision und verteidigte seine Position schlussendlich knapp, was für Toyota immerhin einen Prestigeerfolg nach einem verpatzten Wochenende bedeutete.

Für die Meisterschaftswertungen heißt dies, dass neben Michael Schumacher auch dem Ferrari-Team der Titel nicht mehr zu nehmen ist. Rubens Barrichello hat nun 45 Punkte und somit die beste Ausgangsposition aller Piloten, was die Vizeweltmeisterschaft angeht. Das Williams-Duo Schumacher/Montoya steht bei 40 Zählern.

Quelle: f1welt.com


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