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 Ergebnisse 2003 Rennbericht

Rennbericht


Sensationeller erster F1-Sieg für Fernando Alonso!

22 Jahre jung und schon Sieger: Fernando Alonso gewann den Ungarn GP 2003 vor Räikkönen und Montoya. Michael Schumacher landete nur auf dem achten Platz.

Er ist 22 Jahre jung, fährt seine erste Saison für Renault und ist vor Bruce McLaren und Jacky Ickx der jüngste GP-Gewinner in der Formel 1: Fernando Alonso. Der Spanier zeigte auf dem Hungaroring eine absolut fehlerlose Leistung und feierte überlegen seinen ersten Sieg vor Kimi Räikkönen und Juan Pablo Montoya. Die beiden WM-Favoriten machten mit den Podiumsplatzierungen mächtig an Boden auf Michael Schumacher gut, der nur einen ganz mageren Punkt mit nach Hause nimmt. Ein starkes Rennen fuhr Bruder Ralf, der unmittelbar hinter Montoya als Vierter ins Ziel kam.

Start: Alonso vor Webber

Fahrer wie Ralf Schumacher, Juan Pablo Montoya oder Michael Schumacher wussten vor dem Start zum GP von Ungarn, dass sie sich auf der schmutzigeren Seite befinden. Entsprechend war es durchaus denkbar, am Start kurz nach 14 Uhr einige Positionen zu verlieren und so kam es dann auch. Fernando Alonso gewann erwartungsgemäß den Start und bog als Erster in die erste Kurve ein, vor Mark Webber, Rubens Barrichello, Kimi Räikkönen und Jarno Trulli. Weltmeister Michael Schumacher gewann trotz der schlechteren Seite einen Platz, während Montoya vier Plätze verloren hatte. Pech hatte Ralf Schumacher: Der BMW-Williams drehte sich in der zweiten Kurve und fiel auf den letzten Platz zurück.

Vorne baute Alonso Runde um Runde seinen Vorsprung aus, während Webber das Feld ein wenig aufhielt. So versuchte Rubens Barrichello mehrmals den Australier zu überholen, kürzte versehendlich die Schikane ab und verschaffte sich damit einen Vorteil, da er an Webber vorbei kam. Barrichello wollte eine Strafe der Rennleitung vermeiden, ließ Webber vorbei und verlor bei diesem Manöver auch seinen Platz an Räikkönen und Trulli.

Nach einem Dutzend Runden eröffnete Justin Wilson im zweiten Jaguar die ersten Boxenstopps und alle Fahrer sollten anschließend ihre Boxencrew ansteuern, um nachzutanken und die Reifen zu wechseln. Bei McLaren nutzte man die Gunst der Stunde, um die Strategie von David Coulthard zu ändern. Der Schotte war fortan auf einer Zweistoppstrategie - eine Sache, die sich später auszahlen sollte.

Unterdessen musste ein ehemaliger Ungarn-Sieger die Segel streichen: Jacques Villeneuve. Der Kanadier hatte am Start gleich sechs Plätze gut gemacht und schaute in Richtung WM-Punkte, als die Technik seines B.A.R-Honda versagte. Ebenfalls nicht mehr im Rennen war 49 Runden vor Schluss Rubens Barrichello, der vergangenes Jahr das Rennen in der Puszta gewinnen konnte. Beim Brasilianer war am Ende der Start/Ziel Geraden urplötzlich die Hinterradaufhängung gebrochen und Barrichello raste mit hoher Geschwindigkeit in die Reifenstapel. Glücklicherweise konnte der Ferrari-Pilot unverletzt aus seinem F2003-GA aussteigen.

Alonso wie ein Weltmeister

Der Ausfall von Rubens Barrichello war für die Scuderia-Ferrari eine schlechte Sache in der Teamwertung, denn fortan war nur noch Michael Schumacher als einziger Ferrari-Pilot im Rennen. Ganz vorne fuhr derweil ein junger Mann wie losgelöst: Fernando Alonso. Der Spanier baute kontinuierlich seinen Vorsprung aus, überrundete die Konkurrenz wie einst Ayrton Senna und brannte konstant schnelle Rundenzeiten in den ungarischen Asphalt. Hinter dem Renault-Pilot lag mit 20 Sekunden Rückstand WM-Aspirant Kimi Räikkönen, gefolgt von Mark Webber, der mit seiner Raubkatze weiterhin weit vorne lag. Die weiteren Piloten in den Punkterängen waren Trulli, Montoya, Michael Schumacher, Ralf und Coulthard.

7 Cosworth Motorschäden

Ein wahres Debakel erlebte dagegen die Motorenschmiede Cosworth. Nachdem sich am Freitag vier Motoren verabschiedet hatten, stellte zunächst Giancarlo Fisichella seinen EJ13 mit rauchendem Motor ab, gefolgt von Zsolt Baumgartner, der ein solides Formel 1 Debüt hingelegt hatte und am Motorschaden keine Schuld trug. Nur wenige Runden später begann der Jaguar von Justin Wilson zu qualmen und der Brite musste seinen Rennwagen am Streckenrand abstellen, während Olivier Panis ebenfalls ausschied.

Stark war dagegen die Leistung von Ralf Schumacher. Der Kerpener hatte sich von ganz hinten nach vorne vorgearbeitet und nutzte eine Unachtsamkeit seines Bruders, um ihn Ende der Start/Ziel Gerade zu überholen. Später sollte Ralf auch den Australier Mark Webber kassieren.

Nicht außer Acht zu lassen war auch die bemerkenswerte Performance der Michelin Pneus. Nach 46 von 70 Runden lagen mit Michael Schumacher auf Rang 8 nur ein Bridgestone Pilot in den Punkterängen. Die sieben ersten Plätze hatte der französische Reifenhersteller Michelin inne.

Alonso nicht zu bremsen

22 Runden vor Schluss verließ Fernando Alonso zum dritten und letzten Mal die Rennstrecke und steuerte seine Box an. Die Crew arbeitete fehlerlos und schickte den jungen Spanier wieder auf die Rennstrecke, während Teamkollege Jarno Trulli es in der Schlussphase mit Michael Schumacher zu tun hatte. Der Italiener auf Rang 7 liegend nutzte seine gesamte Wagenbreite, um den Weltmeister hinter sich zu lassen.

Fast unbeachtet von den TV-Kameras hatte sich David Coulthard nach vorne geschlichen. Der Schotte war vom neunten Platz ins Rennen gegangen und hatte sich mittels seiner Zweistoppstrategie auf den fünften Platz vorgearbeitet, den er auch ins Ziel retten sollte.

In der Schlussphase kam es dann nochmal knüppeldick für Michael Schumacher. Nicht nur, dass der Deutsche an Trulli nicht vorbei kam, sondern er musste sich von Alonso überrunden lassen - ein seltenes Bild für den fünffachen Weltmeister.

Während bei Renault-Teamchef Flavio Briatore die Fingernägel immer kürzer wurden und der Italiener die schwarz-weiß karierte Flagge herbeisehnte, gab es eine größere Schrecksekunde bei BMW-Williams: Zehn Runden vor Schluss hatte sich Juan Pablo Montoya plötzlich gedreht! Der Kolumbianer konnte jedoch weiterfahren und nicht nur seinen dritten Platz unmittelbar vor Ralf verteidigen, sondern auch seine Chance auf die Weltmeisterschaft wahren.

Der Zieleinlauf

Nach 70 Runden war es dann soweit: Fernando Alonso feierte als erster Spanier und zugleich jüngster Formel 1 Pilot seinen ersten Sieg in der Königsklasse des Motorsports. Der Spanier bescherte damit Renault den ersten Sieg seit der Rückkehr in die Formel 1. Auf dem zweiten Platz beendete Kimi Räikkönen das Rennen, gefolgt von Juan Pablo Montoya und Ralf Schumacher. Der fünfte Platz ging an David Coulthard, vor einem erneut sehr starken Mark Webber. Jarno Trulli und Michael Schumacher eroberten zwei beziehungsweise einen Punkt.

Für Weltmeister Michael Schumacher war es ein mehr als mageres Ergebnis. Der Ferrari-Pilot hat drei Rennen vor Schluss 72 Zähler auf seinem Konto und nur noch einen Punkt Vorsprung auf Montoya und zwei auf Räikkönen. Auch in der Team-WM geht es spannend zu. Dort hat nun BMW-Williams die Oberhand und führt vor Ferrari und McLaren-Mercedes.

Quelle: f1welt.com


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