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 Ergebnisse 2011 Rennbericht

Rennbericht


Button gewinnt Reifenschlacht in Ungarn - Sieg beim 200. Grand Prix

Jenson Button gewann seinen 200. Jubilums-Grand-Prix in Ungarn nach packendem Kampf vor Sebastian Vettel und Fernando Alonso. Lewis Hamilton machte Fehler.

Nach spannenden 70 Runden konnte sich Jenson Button beim Ungarn Grand Prix ber den Sieg bei seinem 200. Formel-1-Start freuen. Der Brite fuhr taktisch am klgsten und hatte in den entscheidenden Momenten neben genug Kpfchen auch die beste Pace. Platz zwei gab es fr Sebastian Vettel, dessen Red Bull vor allem bei halbnassen Bedingungen nicht mitspielte. Fernando Alonso kam nach solider Vorstellung auf Platz drei. Lange Richtung Sieg fuhr Lewis Hamilton, doch mit einigen Fehlern verspielte der Brite seine Chance.

Feuchter Beginn

Der Rennverlauf war turbulent. Weil es bis zum Start leicht regnete, fuhren alle auf Intermediates los. Die ersten Meter konnte Vettel noch fr sich entscheiden, doch Hamilton klebte ihm am Heck und konnte bald berholen, weil der Deutsche einen Fehler machte. Dahinter entfaltete sich ein wahres berholfeuerwerk, wie es in Ungarn wohl noch nie zu sehen war. Da der Regen aufhrte, galt es bald auf Slicks zu wechseln. Kurz nach dem ersten Stopp schnappte sich auch Button Vettel und der WM-Fhrende schien Richtung Platz drei zu fahren.

Denn die McLaren hatten bei den noch leicht feuchten Bedingungen die bessere Pace. Der Unterschied glich sich whrend des Stints mit abtrocknender Strecke aber an und nach dem zweiten Stopp blieb es ebenfalls so, doch dann machte der in Fhrung liegende Hamilton seinen ersten taktischen Fehler. Er wechselte beim dritten Stopp auf Supersofts, whrend Button und Vettel auf Softs wechselten. Damit konnten die beiden durchfahren, whrend Hamilton pushen musste, um einen Vorsprung fr seinen letzten Stopp herauszufahren.

Strafe fr Hamilton

Doch das gelang nicht und nach einem Dreher war Button sogar bald vorbei und Vettel dicht dahinter. Nach dem Dreher machte Hamilton den zweiten taktischen Fehler, denn er drehte ohne Rcksicht auf Verluste um und rumte fast Paul di Resta ab, weswegen er spter eine Durchfahrtsstrafe ausfasste. Der dritte taktische Fehler des Briten war es, als er fr Intermediates an die Box kam, whrend seine direkten Gegner auf Slicks blieben, als ein leichter Schauer niederging. Denn die Slicks waren schneller, das hie, Hamilton musste noch ein Mal fr Slicks und ein Mal fr seine Strafe reinkommen, was ihn insgesamt sechs Mal an die Box schickte.

Vorne konnte Button derweil Vettel locker in Schach halten und dahinter konnte Alonso nach solider Fahrt Platz drei mitnehmen - lediglich ein halber Dreher und ein paar kleine Ausrutscher trbten das Gesamtbild der ordentlichen Vorstellung. Hamilton arbeitete sich derweil noch an Webber heran und konnte wenige Runden vor Schluss einige berrundungsmanver nutzen, um noch Platz vier zu holen. Hinter Webber rollte Felipe Massa als Sechster ber die Linie, der Brasilianer hatte ebenfalls beim zweiten Schauer auf Intermediates gesetzt und verloren.

Buemi von 23 auf acht

Di Resta wurde Siebter, der von Platz 23 gestartete Sebastien Buemi kam noch auf Position acht, Nico Rosberg wurde Neunter und Jaime Alguersuari holte auch noch Punkte. Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug htte Platz sieben fr Rosberg in Reichweite gesehen. "Nico hatte letztlich einen Stopp zu viel - aber wre, wie angenommen, mehr Regen gekommen, htte er mit den Intermediates gut ausgesehen - so fehlten letztlich knapp zwei Sekunden auf den siebten Platz, der ohne den zustzlichen Stopp mglich war", erklrte Haug. Adrian Sutil musste sich mit dem 14. Platz begngen, Timo Glock erreichte das Ziel als 17. und hatte damit Daniel Ricciardo, Jerome D'Ambrosio und Tonio Liuzzi geschlagen. Ricciardo hatte seinerseits das HRT-Duell trotz des anspruchsvollen Rennverlaufs klar fr sich entschieden.

Spektakulr endete das Rennen von Nick Heidfeld. Der zweite Boxenstopp des Deutschen dauerte lnger als gewhnlich, weil hinten etwas klemmte. Dadurch erhitzte sich das Auto und rauchte bereits, als der Renault wieder losfahren konnte. Noch vor der Boxenausfahrt brannte das Auto aber schon und kurz danach stellte Heidfeld ab und sprang schnell aus dem Auto. Als die Marshalls mit den Feuerlschern kamen, explodierte dann sogar noch etwas, mglicherweise eine KERS-Batterie. Ein Streckenposten wurde getroffen, schien aber nicht zu schwer verletzt zu sein. Neben Heidfeld war auch Michael Schumacher ausgefallen, er hatte ein Getriebeproblem gehabt. Jarno Trulli und Heikki Kovalainen mussten ebenfalls abstellen.

Quelle: motorsport-magazin.com


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