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Rennbericht


Chaos beim Ungarn GP: Vettel holt Sensationssieg - Dramen um Rosberg, Hamilton und Räikkönen

Was für ein verrückter Ungarn GP: Sebastian Vettel gewinnt in Budapest seinen zweiten Grand Prix für Ferrari und holte sich somit seinen zweiten Saisonsieg. In einem chaotischen Rennen holte sich Daniil Kvyat Platz zwei vor Daniel Ricciardo. Max Verstappen wurde starker Vierter vor Fernando Alonso.

Bester Mercedes-Pilot wurde mit Ausritt, Kollision und Durchfahrtsstrafe Lewis Hamilton auf Rang sechs. Nico Rosberg schnupperte am Rennende sogar noch am Sieg, schlitzte sich dann allerdings im Zweikampf mit Daniel Ricciardo einen Reifen auf und wurde am Ende nur Achter.

Das Podium: Sebastian Vettel übernahm am Start die Führung und gab sie nicht mehr ab. Doch aus der Alleinfahrt, wonach es am Anfang aussah, wurde es nichts. Nach einer Safety-Car-Phase musste der Deutsche noch um seinen Sieg zittern, doch der WM-Dritte machte keinen Fehler und holte sich die 25 Punkte.

Vettel widmete seinen Sieg noch im Cockpit dem vor einer Woche verstorbenen Jules Bianchi, dem die Piloten schon vor dem Start mit einer Schweigeminute gedachten. "Irgendwann wärst du ein Teil unseres Teams geworden", sagte er nach der Zieldurchfahrt im Boxenfunk. Auf dem Podium fügte er an: "Alle bei Ferrari wissen, dass er irgendwann bei uns gefahren wäre. Der Sieg gehört alleine Jules Bianchi."

Bis kurz vor Rennende sah alles danach aus, als würden Nico Rosberg und Daniel Ricciardo das Podium komplettieren. Durch die Kollision der beiden fielen allerdings beide zurück. Nach einem zusätzlichen Boxenstopp landete Ricciardo immerhin noch auf Rang drei, direkt hinter seinem Teamkollegen Daniil Kvyat, der trotz 10-Sekunden-Strafe seinen Platz behalten darf.

Die Punkteränge: Max Verstappen holte sich trotz Durchfahrtsstrafe Rang vier vor Fernando Alonso. Hamilton wurde nach seinem Chaos-Rennen immerhin noch Sechster, Romain Grosjean sicherte Lotus mit Platz sieben wichtige Punkte. Nico Rosberg wurde Achter, Jenson Button holte auch im zweiten McLaren Puntke und Marcus Ericsson komplettierte die Top-10.

Der WM-Stand: Was für ein Drama für Nico Rosberg. Bis kurz vor Rennende sah alles danach aus, als könnte der Deutsche Big-Points im WM-Kampf machen. Durch den Reifenschaden verlor er am Ende sogar noch vier Punkte auf Lewis Hamilton.

Sebastian Vettel rückt mit seinem zweiten Sieg als WM-Dritter noch ein wenig näher an das Mercedes-Duo heran. Hamilton führt mit 202 Punkten mit 21 Zählern vor Rosberg, weitere 21 Zähler dahinter liegt Vettel.

Das Wetter: Das erste Mal an diesem Wochenende stieg das Quecksilber nicht über 30 Grad. Mit Mühe wurde die 20-Grad-Marke erreicht. Damit war es mehr als 10 Grad kälter als das restliche Wochenende. Welten für die sensiblen Formel-1-Autos. Der Asphalt erhitzte sich immerhin auf 45 Grad.

Der Start: Der Schlüsselfaktor bei diesem Ungarn GP. Zunächst sorgte Felipe Massa für einen Startabbruch, weil er sich auf der falschen Startposition einsortierte. Der Williams-Pilot erhielt dafür eine Fünf-Sekunden-Strafe. Nach einer zusätzlichen Installationsrunde ging es dann zur Sache: Beide Mercedes erwischten einen schwachen Start. Hamilton verschlief komplett, musste Vettel, Rosberg und Räikkönen vorbeilassen.

Auch Rosberg konnte sich nicht gegen die beiden Ferrari wehren und fiel auf Platz drei zurück. Hamilton versuchte sofort an Rosberg vorbeizugehen, verbremste sich dabei jedoch und ackerte in Kurve 6 durch das Kiesbett. Der Brite wurde bis auf Platz zehn durchgereicht und musste seinen Aufholjagd starten.

Dahinter ging es ebenfalls rund: Ricciardo und Bottas kamen sich gefährlich nahe, Ricciardo wurde am Ausgang von T1 weit nach außen auf den Kerb gedrängt und verlor einige Plätze.

Reihenfolge nach Runde 1: Vettel, Räikkönen, Rosberg, Bottas, Kvyat, Hülkenberg, Ricciardo, Perez, Massa, Sainz, Hamilton

Die Zwischenfälle: Sergio Perez und Pastor Maldonado kamen sich in T1 in die Quere. Der Venezolaner drückte Perez nach außen, beide verhakten sich mit den Hinterrädern, Perez drehte sich spektakulär und schrammte knapp am zweiten Überschlag des Wochenendes vorbei.

In Runde 43 wurde das Rennen dann noch auf den Kopf gestellt. Nico Hülkenberg verlor mitten auf der Start- und Zielgeraden seinen Frontflügel und fuhr ohne Kontrolle in den Reifenstapel. Zunächst sollte ein Virtuelles Safety Car ausreichen, um die Strecke von den Trümmern zu befreien. Allerdings lagen zu viele Trümmer über die Strecke verteilt, so dass am Ende doch Bernd Mayländer ausrücken musste.

Dadurch war der Vorsprung der Ferraris dahin. Kimi Räikkönen hatte zudem mit einem ERS-K-Defekt zu kämpfen und musste nach dem Restart gleich kampflos Positionen hergeben, bis er das Rennen schließlich komplett aufgab. Lewis Hamilton kam sich mit Daniel Ricciardo in die Quere und beschädigte sich seinen Frontflügel so stark, dass er zum Wechsel in die Box kommen musste. Dazu bekam der Brite noch eine Durchfahrtsstrafe, weil er zu schnell durch die Boxengasse gefahren war.

Auch Nico Rosberg machte Kontakt mit dem Australier und schlitzte sich wenige Runden vor Rennende seinen Reifen auf. Der Deutsche musste fast eine gesamte Runde auf der Felge zurück an die Box fahren und wurde deshalb auf Rang acht durchgereicht. Die Stewards betrachteten den Zwischenfall als Rennunfall.

Die Strategien: Sowohl Ferrari, als auch Mercedes setzte bei beiden Piloten auf eine Zwei-Stopp-Strategie. Hamilton kam in Runde 19 zum Stopp und holte sich den nächsten Satz Soft-Reifen. Eine Runde später holte sich Rosberg überraschend die Mediums ab. Vettel und Räikkönen stoppten in den Runden 21und 22, beide gingen wie Hamilton auf Soft.

Während der virtuellen Safety-Car-Phase nutzten alle vier Piloten die Chance, um zum angedachten letzten Stopp zu kommen. Überraschend ließ Rosberg nach Diskussion mit seinem Ingenieur erneut die Medium-Reifen aufziehen, die eigentlich deutlicher langsamer waren als die Softs. Vettel, Räikkönen und Hamilton mussten nun auch die Mediums fahren.

Wie Rosberg setzte auch Daniel Ricciardo im Mittelstint auf die härtere Mischung. Allerdings wechselte der Australier am Ende wieder auf die Soft-Reifen, weshalb er nach der Safety-Car-Phase zuerst Hamilton und später Rosberg angreifen konnte.

Quelle: motorsport-magazin.com


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